Bikefitting – für die optimale Sitzposition auf Rennrad, Triabike und MTB

für maximale Kraft, Ausdauer und Komfort

Die exakte Anpassung der Rennmaschine an den Menschen trägt maßgeblich zur Leistung des Fahrers bei. Entscheidend für die optimale Sitzposition auf dem Rennrad ist eine individuelle Anpassung, da jeder Fahrer einen individuellen Körperbau und individuelle Vorraussetzungen (Körpergröße, Arm- und Beinlänge, Beweglichkeit u.s.w.) mitbringt. Mit Hilfe pauschaler Empfehlungen gelingt deshalb oft nur eine Annährung an die perfekte Sitzposition. Wer optimal auf seinem Fahrrad sitzt, minimiert die statische Haltearbeit, indem er einen Ausgleich zwischen den Antriebs- und Haltekräften schafft. Es lastet weder zu viel Gewicht auf den Armen, noch drückt sich der Fahrer nach hinten aus dem Sattel.

Gleiches gilt auch bei der Einstellung der perfekten Sitzposition. Bereits kleinste Veränderungen können große Auswirkungen haben. Beim Radfahren – egal auf welchem Niveau – werden stets zwei Maschinen in Einklang gebracht: das Fahrrad und der Mensch. Das Fahrrad besteht größtenteils aus zwei zweidimensionalen, symmetrischen, starren Bauteilen. Das hat zu Folge, dass es zwar angepasst wird, sich aber nicht selbst anpassen kann. Der Mensch besteht ebenfalls aus einigen starren Hebeln (z.B. den Knochen), die von starken und flexiblen Bindegeweben zusammen gehalten werden. Jedoch sind die Mobilitätseinschränkungen des menschlichen Körpers deutlich geringer, was zu einer dreidimensionalen Anpassungsfähigkeit führt.

Rechenbeispiel

Wie hoch die körperliche Belastung beim Radfahren ist, lässt sich anhand eines Rechenbeispiels ermessen: Bei einer 4-stündigen Trainingsausfahrt mit einer durchschnittlichen Trittfrequenz von 90 U/Min durchläuft jedes Bein 21.600 Tretzyklen.

Spüre den Unterschied

Eine optimale Sitzposition auf Rennrad, Triabike und MTB vereint die Aspekte Fahrkomfort, Effektive Kraftübertragung, Aerodynamik und Verletzungsprävention.

Die optimale Sitzpostion wirkt sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden  aus – nie wieder eingeschlafene Hände oder Füße, Rückenschmerzen oder Gelenkprobleme. Der Unterschied ist schon bei der ersten Ausfahrt spürbar.
Generell ist das Zusammenspiel von Mensch und Fahrrad wenig effizient, denn die Kraftübertragung erfolgt an Pedalen. Das beweisen Mess-Pedalen, die Betrag und Richtung von Kräften in jedem Moment der Pedalumdrehung ermitteln. Weil dies eben eine kreisförmige Bewegung ist, wirkt die Beinkraft nur in einem Moment- der 5 Uhr Stellung des Pedals- genau im rechten Winkel zur Tretkurbel und somit optimal. Während dem größten Teil der Pedalumdrehung geht ein großer Teil der Kraft dagegen verloren, weil er entlang der Tretkurbel einwirkt. Um dennoch so effizent wie möglich zu funktionieren, muss also das Fahrrad perfekt wie möglich an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden.
Die Körperhaltung sollte aerodynamisch günstig sein. Je kleiner die Fläche des Fahrers auf dem Rad für den Luftwiderstand ist, desto günstiger ist die Aerodynamik. Hat ein Sportler eine schlechtee aerodynamische Position, muss er erheblich mehr Kraft für die gleiche Leistung aufbringen.
Die optimale Sitzposition sorgt dafür, dass keine Fehlbelastungen auftreten. Nur so kann Radsport langfristig einen Beitrag zu Ihrer Gesundheit leisten. Zum Beispiel: Je stärker der Beugewinkel des Knies, desto höher ist der Druck im Gleitlager der Kniescheibe am Ende des Oberschenkelknochens. Für eine optimale Leistung ohne Schmerzen ist es daher vonnöten ein Gleichgewicht zwischen Kraftausübung und Belastung der Kniescheibe herzustellen.